Eigene Marke aufbauen (White Paper)

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Wie Sie sich selbst vermarkten

Sie müssen kein großer Konzern, wie Apple oder Coca Cola, sein, um sich mit dem Thema Branding zu beschäftigen und eine Marke aufbauen zu können.

Heutzutage haben schon viele kleine und mittelständige Unternehmen die Relevanz des Markenaufbaus erkannt. Denn dies ist der Schritt, wie Sie Ihr Unternehmen expandieren und positive Reputation aufbauen.

Wenn Sie von der Masse herausstechen möchten, dann sollten Sie sich selber vermarkten können. Ganz egal, ob Sie ein Studierter, Freelancer oder eine ausgebildete Arbeitskraft sind. Das Branding entscheidet, welches Gewicht Sie in Ihrer Branche haben.

Aber wie können Sie nun Ihre Marke aufbauen? In diesem White Paper bzw. Guide möchte ich Ihnen in verschiedenen Punkten zeigen, wie Sie erfolgreich eine Marke aufbauen.

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Was ist Personal Branding?

Zu aller erst sollten Sie wissen, was man unter dem Begriff „Personal Branding“ überhaupt versteht.

Über die Jahre wurde immer hin und her diskutiert, was man genau unter dem Begriff versteht. Versteht man unter dem Begriff was für ein Image Sie haben, oder welches Know-How Sie besitzen?

Dan Schawbel ist Besitzer von PersonalBrandingBlog.com, sowie erfolgreicher Buchautor, und hat folgende Definition:

„A personal brand is what you stand for and what makes you special. [It’s] composed of values, a mission, and a positioning statement that depict what you do and who your audience is. [It] is an indicator for how valuable you are to employers and customers at every stage of your career.“

übersetzt:

„Ein Personal Brand ist etwas, wofür Sie stehen und was Sie einzigartig macht. Zusammengesetzt aus Werten, einer Mission und einer Aussage zur Positionierung, was Sie machen und wer Ihre Zielgruppe ist. Es ist ein Indikator dafür, wie wertvoll Sie für Arbeitgeber und Kunden in jeder Stufe Ihrer Karriere sind.“

Wenn Sie eine Marke aufbauen, geht es also darum, wie Sie sich gegenüber anderen richtig vermarkten. Dies hat unter anderem auch etwas mit Ihrem Auftreten gemeinsam.

Würden Sie sich von jemanden finanziell beraten lassen, wenn derjenige aussieht, als hätte er die letzten Jahre auf einem Musikfestival verbracht? Oder würden Sie Ihre Finanzen lieber jemanden anvertrauen, welcher gepflegt und im Anzug auftritt?

Vermutlich letzteres, auch wenn die erste Person gleiche Kenntnisse in diesem Bereich hat.

Ihr Lebenslauf, Online-Portfolio, Xing- oder LinkedIn-Profil – überall wo Sie sich selber und Ihre Leistungen präsentieren, spielt Personal Branding eine Rolle.

Machen Sie sich bewusst, dass Sie eine Marke nicht mit einer Werbekampagne und einem schlauen Satz aufbauen können. Es ist eine Kombination von Können, Talent, Werten, Interessen und Überzeugung.

Um eine Marke aufbauen zu können, sollten Sie etwas wählen, was Sie beschreibt und einen Wiedererkennungswert hat, sodass Sie aus der Masse herausstechen.

Während dieses Guides werde ich Ihnen erklären, wie Sie dies alles herausfinden, definieren, aufbauen und pflegen, damit Sie sich auf langfristiger Basis eine Marke aufbauen können.

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Warum eine Marke aufbauen?

Es bringt Ihrer Organisation einen extremen Vorteil, wenn Sie eine Marke aufbauen! Dies hat auch die weltweit bekannte Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey & Comapany in einer Studie herausgefunden.

Aber was bringt es für Vorteile für Unternehmer und Freelancer?

Gibt Ihnen einen Wettbewerbsvorteil

Eines der wichtigsten und offensichtlichsten Vorteile, die ein Personal Branding bringt: Sie heben sich aus dem Markt hervor.

Wenn Sie eine eigene Marke haben, dann stehen Sie über den anderen Unternehmen, die gleiche Produkte anbieten.

Steigert Ihr Selbstbewusstsein

Wenn Sie Ihre eigene Marke entwickeln, werden Sie besser verstehen, was Sie einzigartig macht. Zudem legen Sie mehr Aufmerksamkeit auf Ihre Stärken und Schwächen.

Gibt Ihrem Business eine Persönlichkeit

Wie schon erwähnt, hebt eine Marke Sie aus der Masse der vielen Unternehmen in Ihrer Branche heraus. Man sollte nicht übersehen, dass es Ihrem Business eine Persönlichkeit gibt, wenn Sie eine Marke aufbauen.

Wenn Sie ein energischer und junger Webdesigner sind, dann würden Ihre Werte besser zu einem StartUp passen. Sollten Sie eine entspannte Persönlichkeit sein, die Design einfach erklären kann, dann wäre ein kleiner Betrieb mehr daran interessiert Sie anzustellen.

Hinterlässt einen Eindruck

Wenn Sie eine Marke aufbauen, kann dies dabei helfen ein Experte zu sein. Es zeigt, dass Sie eine Führungsposition in Ihrer Branche sind.

Warren Buffet, ein Großinvestor aus den USA, wird als Finanzguru angesehen. Wenn Politiker nach Investitionsmöglichkeiten suchen, dann wenden Sie sich an Buffett. Er selbst hat in diesem Bereich eine sehr große Personal Brand aufgebaut.

Stellt Ihre Ziele klar

Personal Branding fordert von Ihnen absolute Klarheit, was Sie erreichen möchten. Somit sollte Ihnen bewusst sein, welche beruflichen Ziele Sie verfolgen und sich darauf vorbereiten, wenn Sie Ihr Business starten.

Mit Ihnen arbeiten? Ja oder nein?

Machen Sie Entscheidungen für Ihre Kunden oder Interessenten einfacher. Wenn Sie ein leeres Xing- oder LinkedIn-Profil haben mit einem Bild von der letzten Firmenfeier, dann wird Ihnen niemand vertrauen.

Haben Sie hingegen ein professionelles Profilbild und liefern qualitativ hochwertigen Content, welcher für Ihre Industrie relevant ist – vermarkten Sie sich effektiv.

Erhöht Verkäufe

Jeder kann etwas im Internet bestellen. Wenn Sie eine Marke aufbauen, dann sorgen Sie auch dafür, dass Ihre Produkte Ihre Kunden auch sorgfältig erreichen.

Wenn Sie eine einzigartige Erfahrung beim Bestellen hervorrufen, dann werden sich Ihre Verkäufe regelrecht erhöhen, wofür Sie auch einen höheren Preis im Premium-Bereich verlangen können.

Etabliert Ihre Werte

Ihre persönlichen Werte sind das Zentrum Ihres Individuums. Egal ob es Ihre Familie, Freunde, Gemeinschaft oder Ihr Wissen ist – Sie greifen auf Ihre Werte zurück, wenn Sie Entscheidungen treffen.

Dies spiegelt sich in Ihrer Marke wieder. Bauen Sie diese also nach Ihren Werten auf, so spiegelt Ihr Branding dies wieder.

Priorisiert Ihre Werte

Gleichzeitig priorisieren Sie Ihre Werte, wenn Sie diese etabliert haben. Potenzielle Kunden oder auch andere Personen wissen, wo Sie bei Ihnen dran sind. Wofür Sie stehen und wonach Sie sich richten.

Passion wiedergeben

Wenn Sie eine Marke aufbauen, dann wird man schnell merken, ob Sie Ihre Tätigkeit mit Leidenschaft ausüben oder nicht. Das ist wichtig, wenn Sie langfristig etwas aufbauen möchten.

Wenn Sie nicht völlig passioniert bei der Sache sind, dann wird dies auch nach draußen hin übertragen. Andererseits dagegen ebenso.

Macht Sie unvergesslich

Die Mischung zwischen Passion, Fähigkeiten und Eigenschaften macht Sie einzigartig. Ergreifen Sie diese drei Dinge, dann werden Sie und im speziellen Ihre Marke unvergesslich für andere.

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Eigene Marke aufbauen

An diesem Punkt sollten Sie sich bewusst sein, wer Sie sind und das Wissen nutzen, um Ihre eigenes Personal Branding zu kreieren.

Etablieren Sie Ihre Identität

Der erste Schritt besteht darin, dass Sie bestimmen, was Sie von der breiten Masse abhebt. Was macht Sie einzigartig? Was unterscheidet Ihr Produkt oder Ihr Service von dem Ihrer Konkurrenz? Rufen Sie sich Ihre Werte, Leidenschaft, Fähigkeiten und Eigenschaften ins Gedächtnis und legen Sie fest, was Sie hervorhebt.

Ein anderer Weg, womit Sie sich in Ihrer Branche rausheben können, kann auch aus einem ausgefallenen Logo oder einzigartigen Farben bestehen.

Amy Feezor: „Color is the very first thing that communicates your brand to your audience. Right off the bat, it sets the tone and the energy level.“

zu deutsch:

„Farbe ist das allererste, was Ihre Marke an Ihre Zielgruppe kommuniziert. Sofort gibt Sie den Ton und das Energielevel an.“

Ihre Farbpalette sollte selbstverständlich zu Ihrem Produkt passen. Vergewissern Sie sich, dass diese Farben über Ihr ganzes Unternehmen hin konsistent sein sollen. Gleiche Farben in Ihrem Logo, Ihrer Webseite, Ihrer Visitenkarte, sowie Ihren Social Media-Kanälen.

Zielgruppe festlegen & Konkurrenz identifizieren

Sie wissen genau, wo Sie Vorteile bieten können, aber an wen wollen Sie diese „verkaufen“? Legen Sie Ihre Zielgruppe sorgfältig fest, um genau wissen zu können, wie Sie sich positionieren.

Die Zielgruppe festzulegen beginnt damit, wenn Sie wissen wer Ihr Produkt bzw. Service benutzt. Beispielsweise würde es wenig Sinn machen, wenn Sie als Surflehrer in Regionen werben, die überhaupt nicht am Wasser liegen und eher kalte bis mittlere Durchschnittstemperaturen im Jahr haben. In diesem Fall sollten Sie sich auf warme Regionen an der Küste fokussieren, wie beispielsweise Südkalifornien.

Sollte der demografische Aspekt geklärt sein, so müssen Sie Ihren Gedankengang weiter runter brechen, um herauszufinden, wer von dieser Gemeinde bereit dazu ist für Ihr Produkt zu bezahlen. In einfachen Worten sollten Sie herausfinden, was der Schmerzpunkt des Kunden ist.

Wenn Sie Ihre Zielgruppe untersuchen, dann werden Sie früher oder später auch auf Konkurrenz stoßen, was aber keineswegs ein schlechtes Zeichen ist. Denn wenn kein Konkurrent zu finden ist, dann sollten Sie sich nochmals überlegen, ob der Markt überhaupt lukrativ ist. Bei einem Mitbewerber können Sie auch immer analysieren, wie dieser sich vermarktet und wie Sie daraus lernen können.

Statement aufbauen und Mantra entwickeln

Erschaffen Sie einen kurzen Satz bestehend aus wenigen Wörtern, welchen Sie als Statement verwenden können, wenn Sie Ihre Marke aufbauen. Dieses Statement sollte klar ausdrücken: wer Sie sind, was genau Sie machen und was Sie einzigartig macht.

Zudem sollten Sie ein Mantra haben, welches Ihrem Statement ähnelt, aber jedoch nur ein bis drei Wörter enthält, um die Essenz deiner Marke auszudrücken.

Der Unterschied der beiden ist, dass Sie das Mantra als Guide für sich selber verwenden und das Statement für Kunden benutzen. Beispielsweise ist das Mantra der Sportmarke Nike „Authentic athletic performance“ und das Statement oder auch Slogan einfach nur „Just do it.“

Wünsche definieren

Seien Sie spezifisch, sobald es darum geht, was Sie erreichen möchten und Ihre Ziele definieren.

Sichern Sie Ihre URL

Eine Webseite ist absolut notwendig! Wie sollen Sie sonst der Welt mitteilen, wer Sie sind und was Sie anzubieten haben? Eine persönliche Webseite ist perfekt, um Ihren Werdegang, Ihr Portfolio, Wissen und Social Media-Kanäle zu präsentieren. Es ist nicht verkehrt, wenn Sie die Webseite vorerst einfach halten. In erster Linie ist es wichtig, das man weiß, was Ihre Stärken sind und eine Kontaktmöglichkeit auffindbar ist.

Google Ergebnisse kontrollieren

Eine Webseite ist der perfekte Weg, um eine Onlinepräsenz aufzubauen. Wenn Sie aber gerade erst starten, dann haben Sie vermutlich nicht viel, was Sie in den Google-Ergebnissen zeigen können. Deshalb sollten Sie sich Profile anlegen von Seiten, die bei Google hoch gerankt werden.

LinkedIn, Xing, Facebook, Twitter und andere relevante Plattformen in Ihrer Branche.

Spielplan haben

Ihr Spielplan ist es, dass Sie genau wissen, wie Sie aufzutreten haben – von den Haaren über die Kleidung bis hin zur Kommunikation mit anderen; online als auch offline. Welchen Inhalt Sie erschaffen und über welche Kanäle Sie sich vermarkten.

Beispielsweise wäre es für einen Surflehrer gut, wenn er Fotos hätte, wie er gerade ganz cool und locker eine Welle reitet auf seinem Surfbrett und diese auf Instagram teilt.

Immer Qualität liefern

Egal in welcher Branche Sie tätig sind – behalten Sie immer im Kopf, dass Sie Top-Qualität auf konsistenter Basis liefern müssen. Ihre Markenreputation beruht auf einen vertrauensvollen und talentierten Experten. Sie wollen doch, dass Ihr Name und Personal Brand ein Synonym für Qualität wird.

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Die relevanten Komponenten von Personal Branding

Wir haben einige der Komponenten schon im bisherigen Teil angesprochen, aber jetzt wird es Zeit Nägel mit Köpfen zu machen und die signifikanten Komponenten jeder Marke herauszufinden.

Position erklären

Dieser Punkt teilt sich auf drei Schritte auf:

1. Wie definiert die Firma Ihr Business oder wie bedeutend nimmt eine Marke sich selbst?

2. Welchen Vorteil zeiht der Kunde daraus?

3. Wie werden diese Vorteile bzw. Aspekte an die Zielgruppe kommuniziert?

Wenn Sie die Position erklären, dann denken Sie daran, dass dies über Sie und für Ihre Kunden ist. Es sollte herausstellen, warum Sie nicht wie Ihre Konkurrenz sind.

Es sollte kurz sein, Branchenjargon vermeiden, keine überstrapazierten Worte beinhalten und Verben anstatt Nomen verwenden.

Keywords

Welche Schlagworte sollen mit Ihnen assoziiert werden? Weil genau so arbeitet Google bei jeder Suchanfrage. Wenn Sie ein Bäcker in Berlin sind, dann sollten Sie auch Keywords wie „Schokoladen Cookie“ und „Vanille Cupcake“ berücksichtigen.

Keywords können auf die Industrie zurückschließen, in der Sie tätig sind, aber auch auf Rollen oder Ergebnisse. Der Google Keywordplanner bietet Ihnen die Möglichkeiten eine Keywordforschung zu betreiben.

Wenn Sie die Keywords gefunden haben, welche für Ihre Marke bedeutsam sind, dann bauen Sie diese überall ein: Webseite, Blog und Social Media-Kanäle. Achten Sie aber darauf, dass Sie diese vorsichtig einsetzen.

Beanspruchen Sie Ihren Namen

Anders, als bei einem Unternehmen können Sie Ihren Namen nicht so einfach ändern. Nehmen wir an, dass Sie mit Ihrem gebürtigem Namen vollkommen zufrieden sind und eine Marke aufbauen möchten. Wie können Sie nun auf allen Social Media-Kanälen Ihren Namen beanspruchen?

– Überprüfen Sie, ob jemand anderes Ihren Namen verwendet (NameChk oder knowem).

– Wenn Sie einen seltenen Namen haben, dann sollten Sie damit keine Probleme haben. Trifft man aber sehr häufig auf Ihren Namen, so versuchen Sie Ihren Zweitnamen mit einzufügen oder auch Binde-, Unterstriche oder Punkte.

– Sichern Sie sich Ihren Namen auf neuen oder bekannten sozialen Netzwerken, welche für Sie relevant sind.

– Überprüfen Sie, ob Ihr Name noch für Domains frei ist. Falls nicht, dann setzen Sie noch Ihren Arbeitstitel dazu. Netcup bietet solch einen Service sehr günstig an.

Webseite und Blog aufbauen

Wenn Sie eine Domain registriert haben, dann starten Sie damit Ihre persönliche Webseite aufzubauen. Dort können Sie Ihre Arbeiten präsentieren, Inhalte teilen, sich selbst vorstellen und Besuchern die Möglichkeit geben Sie zu kontaktieren.

Mithilfe von Content-Management-Systemen, wie beispielsweise WordPress, können Sie sehr schnell einfache Webseiten aufbauen und die Inhalte einfach bearbeiten.

Für WordPress gibt es auch unzählige kostenlose sowie kostenpflichtige Themes und Plugins. Vergessen Sie keine Über Mich-Sektion, sowie Kontaktmöglichkeiten und rechtliche Punkte (Datenschutz, Disclaimer, Impressum).

Zudem empfehle ich Ihnen, dass Sie einen Blog pflegen, da Sie erstens kostenlosen Mehrwert weitergeben können und es in Bezug auf Suchmaschinen sehr von Vorteil ist – Stichwort SEO.

Social Media-Kanäle anlegen

Der nächste Schritt wäre das Anlegen von Social Media-Accounts. Es ist nicht notwendig auf jeder Plattform angemeldet zu sein, aber auf denen, wo sich Ihre Zielgruppe rumtreibt. Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing und Linkedin sind aber meist Pflicht.

– Benutzen Sie ein professionelles und seriöses Profilbild (keine Selfies)

– Benutzen Sie eine originelle Headline oder Ihr Statement

– Teilen Sie visuellen Inhalt, welcher relevant für Ihre Branche ist

Auch wenn jede Plattform Ihre eigenen Regeln, Richtlinien und Zielgruppen hat, so können Sie sich doch meist überall gleich präsentieren. Egal welche Seite Sie benutzen – vergewissern Sie sich, dass Sie Content posten, der Ihre Marke widerspiegelt und Ihre Zielgruppe interessiert.

Um Ihre Reputation zu steigern sollten Sie stets professionell auftreten.

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Netzwerken und Reichweite

Nur weil Sie einen Blog aufgesetzt haben und Ihre Social Media-Kanäle erstellt haben, so heißt das noch lange nicht, dass jetzt genügen Leute auf Ihre Webseite treffen. Um müssen noch etwas netzwerken, um Personen auf sich aufmerksam zu machen.

Lokale Events besuchen

In der heutigen Zeit wird viel darüber gesprochen, dass Social Media notwendig ist. Jedoch übertrifft nichts eine Face-to-Face-Interaktion. Wenn Sie nicht vertraut sind mit solchen Events, dann ist das kein Problem; es ist gar nicht so schwer wie Sie denken.

In der Tat können Sie viele solcher Events finden, wenn Sie entweder in Xing- oder LinkedIn-Gruppen sind oder einfach nach „(Ihre Stadt) Business Event“ googeln. Vielleicht sind Sie auch in einem E-Mail-Verteiler, der regelmäßig Events veranstaltet, die für Sie relevant sind.

Wenn Sie solch eine Veranstaltung besuchen, dann seien Sie sicher, dass Sie Ihre Marke professionell präsentieren – egal, ob es ein Cocktail-Event ist oder eine Show.

Vergessen Sie auf keinen Fall Ihre Visitenkarten, denn wie sollen Sie die Personen denn sonst kontaktieren, nachdem Sie so viele Kontakte geknüpft haben?

Online-Netzwerken

Auch wenn Sie Ihr Netzwerk enorm stärken können, wenn Sie Personen treffen, so ist es ebenfalls wichtig online sein Netzwerk aufbauen zu können.

– Influencer finden, indem Sie nach aktuell beliebten Themen in Ihrer Nische suchen.

– Richtig Social Media-Plattform benutzen und in Form von Kommentaren, Likes und Shares bei Influencern in deiner Branche interagieren.

– Ein komplettes und professionelles Social Media-Profil haben.

– Nicht übertrieben aggressiv werden.

– Social Media hängt von beiden Seiten ab. Warum sollten Personen deine Tweets retweeten, wenn du so etwas nicht auch machst? Helfen Sie anderen und es wird auf dich zurückfallen.

In Gruppen und Foren agieren

Egal ob online oder offline – in der richtigen Gruppe zu sein, kann Ihre Personal Brand stärken. Schließen Sie sich in Verbände mit ein, um Kredibilität zu bekommen, wenn Sie nach und nach Ihre Marke aufbauen.

In sozialen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn gibt es genügend Gruppen zu den unterschiedlichsten Themen. Melden Sie sich zu Newslettern an, schreiben Sie Gastartikel und vieles mehr, um in Ihrer Industrie Aufmerksamkeit zu bekommen.

Kalte E-Mails senden

Einer der weniger schönen Methoden, wenn man es falsch macht. Jedoch ist es von Vorteil, wenn Sie dies richtig einzusetzen wissen.

– Geben Sie etwas! Menschen klicken nicht einfach auf ein Link, um einen schlechten Blogpost zu lesen. Bieten Sie etwas Interessantes und Wertvolles.

– Kommen Sie zum Punkt! Halten Sie Ihre E-Mails kurz und direkt. Fesseln Sie den Gegenüber in den ersten beiden Sätzen.

– Seien Sie informativ! Sie bewerben sich nicht für eine Stelle, also können Sie E-Mails auch auf einer normalen Ebene halten.

– Seien Sie persönlich! Wenn Sie wissen, dass Ihr Gegenüber Mark heißt, dann beginnen Sie mit „Hi Mark“. Lassen Sie es so aussehen, als nehmen Sie sich die Zeit, diese Person persönlich anzuschreiben.

– Wissen Sie, wen Sie anschreiben! Wenn Sie die selbe E-Mail verwenden, dann überfliegen Sie diese schnell, um zu schauen, ob manche Sätze oder Wörter vielleicht umgeschrieben werden müssen.

– Weiterschreiben! Wenn Sie jemanden angeschrieben haben und er gegebenenfalls nicht geantwortet hat, dann schreiben Sie ihm nochmals. Machen Sie dies aber nicht öfters als dreimal.

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Aufmerksamkeit bekommen

Sie haben Ihr Netzwerk aufgebaut oder erweitert und haben Influencer Ihrer Branche erreicht. Jedoch ist dies nicht genug für die Aufmerksamkeit, die Sie bekommen können.

Im englischsprachigen Raum gibt es die Seite Help A Reporter Out (kurz HARO). Dort können Journalisten nach Aussagen von Experten suchen, wenn Sie einen Beitrag erstellen. Wie hilft das Ihnen, wenn Sie Ihre Marke aufbauen?

Wenn ein Journalist Ihre Aussage verwendet, bekommen Sie kostenlos Aufmerksamkeit von einer guten Leserschaft. Einerseits stärkt dies Ihre Expertise und andererseits trägt dies Ihren Namen an Personen, die vorher noch nie etwas von Ihnen gehört haben.

Die Kette hochreichen

Die Strategie besteht darin, dass Sie einen Artikel über eine lokale Geschichte schreiben, welchen Sie dann an größere Seiten hochreichen. Nachdem Sie den Beitrag verfasst haben, begeben Sie sich auf die Suche nach kleineren Blogs in Ihrer Nische. Fragen Sie diese an, ob Sie Ihren Beitrag veröffentlichen.

Als nächstes sollten Sie größere Seiten finden, die Ihren Artikel ebenfalls veröffentlichen könnten. Das kann ein neuer sein oder der selbe. Vergessen Sie dann aber nicht zu erwähnen, dass der Artikel bereits schon mal publiziert wurde. Diese Methode spinnen Sie immer weiter, bis Sie an nationale Ebenen kommen, die jeder kennt. Solche Sachen können Sie dann benutzen, um zu zeigen, wo Sie schon erwähnt worden sind.

Folgende Taktiken können Sie ebenfalls verwenden:

– Führen und teilen Sie Fallstudien. Beispielsweise, wie Sie ein Problem eines Kunden gelöst haben.

– Beantworten Sie themenbezogene Fragen auf öffentlichen Plattformen.

– Werden Sie Gastautor auf Publikationsflächen Ihrer Industrie.

– Unterrichten Sie andere Personen mithilfe Ihrer Expertise. Das geht mittels Workshop, Schulkurs, auf einem Branchen-Event sprechen, ein Wettbewerb ins Leben rufen, Webinar hosten oder ein E-Book schreiben.

– Prüfen Sie, ob Sie in lokalen Verzeichnissen eingetragen sind.

– Promoten Sie Ihre Marke durch Merchandise, wie T-Shirts, Stifte oder Kaffeetassen.

– Geben Sie kostenlose Angebote raus (kostenlose Beratung, 30-Tage gratis Demo).

– Stellen Sie Produkte und Services vor, um ein Affiliate-Partner zu werden

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Marke aufbauen, managen und analysieren

Es braucht Zeit, bis Sie Ihre Personal Brand ins Rollen bringen, nachdem Sie Ihre Marke aufbauen konnten und diese etabliert haben. Eines der wesentlichen Punkte ist, dass Sie die Reputation Ihres Personal Brandings fortlaufend bearbeiten und analysieren.

Seien Sie Sie selbst

Damit sollten Sie schon vertraut sein, denn das hat Sie bis an diesen Punkt gebracht. Wenn es ans Marken-Management kommt, dann sollten Sie ehrlich zu sich sein und wer Sie sind.

Bevor Sie einen Blogpost schreiben oder Ihren Facebook-Status aktualisieren, sollten Sie sich diese Fragen stellen: Was ist Ihre Stimme? Sind Sie informativ? Warum sind Sie auf Social Media? Wen versuchen Sie zu erreichen?

Seien Sie ehrlich zu sich selbst, dann werden Sie auch Vertrauen zu Ihrer Zielgruppe aufbauen.

Fehler eingestehen

Sie sind auch nur ein Mensch. Gerade wenn es um Personal Branding geht, dann weiß man, dass eine Person dahinter steht und kein kompletter Konzern. Wenn Sie Fehler machen, dann gestehen Sie diese und kehren Sie diese nicht unter den Teppich.

Anstatt auf Fehler zu warten, sollten Sie diverse Szenarien durchplanen, was Sie machen können, wenn ein total Schaden auf Sie zukommen würde.

Ihre Marke updaten

Haben Sie letztens einen Kurs abgeschlossen? Haben sich Kontaktdaten geändert? Haben Sie ein aktuelleres Profilbild hinzugefügt? Haben Sie heute einen Blogpost publiziert oder einen Tweet geschrieben?

Halten Sie Ihre Marke relevant, indem Sie diese updaten. Wenn Sie Ihre Telefonnummer geändert haben und ein potenzieller Kunde versucht Sie zu erreichen, dann verlieren Sie eventuell eine große Gelegenheit.

Bauen Sie keine statische Personal Brand auf! Bleiben Sie aktiv und expandieren Ihre Präsenz.

Nützliche Tools

Um diverse Social Media-Kanäle oder andere Dinge zu managen, sollten Sie einen Blick auf folgende Tools werfen. Diese könnten Ihre Arbeit ziemlich erleichtern, sodass Sie nicht nur Zeit sparen, sondern auch die Nerven behalten.

– Google Alerts: Setzen Sie eine Benachrichtigung auf Ihren Namen, Ihre Marke oder Keywords, die Sie beschreiben.

– Mention: Ein Echtzeit-Monitoring-Tool, um sehen zu können, was über Sie gesagt wird.

– Buffer: Ein Management-Tool für Ihre Social Media-Kanäle, welches ermöglicht all Ihre Accounts mit einem Klick zu aktualisieren.

Hootsuite: Ähnlich wie Buffer, nur dass Sie hier noch die Möglichkeit haben, zu sehen was über Sie in sozialen Netzwerk gesagt wird.

BuzzSumo: Erlaubt Ihnen, welcher Content derzeit im Trend liegt.

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Reputation schützen

Warren Buffett sagt einmal:

„It takes 20 years to build a reputation and five minutes to ruin it. If you think about that, you’ll do things differently.“

übersetzt:

„Es braucht 20 Jahre eine Reputation aufzubauen und fünf Minuten, um diese zu ruinieren. Wenn du darüber nachdenkst, wirst du Dinge anders machen.“

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Reputation überwachen. Wenn Sie merken, dass negative Aussagen über Ihre Marke laut werden, dann machen Sie sich diese Informationen bewusst und ergreifen Sie Stellung dazu.

Vor dem Veröffentlichen nachdenken

Die meisten Entscheidungen basieren auf emotionaler Basis. In unternehmerischer Hinsicht ist dies einer der größten Fehler, den Sie machen können. Es genügt ein nicht so gut formulierter Tweet, um Ihren Ruf zu ruinieren.

Natürlich trifft dies nicht nur auf Twitter zu, sondern generell im Social Media-Sektor. Vielleicht ist es eine lustige Idee das Foto der letzten Silvesterparty in seiner privaten Chronik zu teilen. Jedoch schadet dies gegebenenfalls Ihren Ruf als Experte wahrgenommen zu werden.

Eigene Informationen posten

Es gibt viele Marken, die Ihre Social Media-Abteilung ausgelagert haben. Sei es die Verwaltung der Accounts oder der Inhalt. Gerade im Personal Branding ist es besser und authentischer, dass Sie der Autor Ihrer Aktualisierungen sind.

Vergessen Sie nicht, dass Sie Beiträge auch planen können. Gerade wenn Sie wissen, dass es stressiger wird und Sie für Social Media eigentlich keine Zeit haben.

Accounts sicher halten

Im 21. Jahrhundert sollten Sie sich mit dem Bereich der Sicherheit vertraut machen, wenn es um Ihre Accounts im  Internet geht.

– Habe ein sicheres Passwort

– Teilen Sie nie Ihr Passwort

– Vermeiden Sie bösartige und spamartige Links

Servicepakete, wie Buffer oder Hootsuite können dabei helfen Ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken.

Persönlichen Informationen teilen

In Bezug auf diesen Aspekt müssen Sie sich selbst die Frage stellen, ob Sie oder Ihre Mitmenschen es wollen, dass Sie Fotos von Ihnen öffentlich machen.

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Die Do’s and Don’ts beim Personal Branding

Do’s:

– eine Geschichte erzählen

– persönlich und passioniert sein

– eine lebendige Sprache benutzen

– immer konsistent bleiben

– assoziieren Sie sich mit starken Marken

– im Zweifel zu Ihrem Positions Statement zurück gehen

– machen Sie Ihre Hausaufgaben und recherchieren Sie

Don’ts:

– sich selbst nur als Marke sehen

– die Marke eines anderen stehlen; kreieren Sie Ihre eigene

– vergessen mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten

– etwas anderes machen, als Ihr Statement aussagt

– andere schlecht reden