8 Richtlinien für eine großartige Webseite

8 Richtlinien für eine großartige Webseite

Wenn es um ein Redesign Ihrer Webseite geht, dann kann es passieren, dass Sie sich sehr schnell an der Ästhetik aufhängen…

"Dieser Blauton ist irgendwie nicht richtig."
  "Wäre es nicht cool, wenn wir das Logo auf der rechten Seite im Kopfbereich hätten?"
  "Wie wäre es mit einem gigantischen animierten Bild in der Mitte der Seite?"

Wie auch immer, wenn Sie wirklich bezwecken möchten, dass Sie über Ihre Seite etwas erreichen möchten (Markenbildung, Leadgenerierung, etc.), dann sollten Sie sich auf mehr fokussieren, als das Aussehen.

Dabei sind zwei Punkte sehr wichtig: Usability und User Experience (kurz UX).

Sprich, wie einfach es ist Ihre Webseite zu bedienen und wie angenehm es für den Nutzer ist, mir ihr zu interagieren.

Zu diesen Themen habe ich in diesem Artikel 8 hilfreiche Punkte, worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich an ein Redesign Ihrer Webseite machen.

1. Einfachheit

Wobei das Aussehen und das Gefühl auf Ihrer Seite wichtig ist, so kommt kein Besucher darauf, nur um Ihnen mitzuteilen wie schön Ihr Design ist. Stattdessen kommen Leute, um eine Aktion darauf auszuführen oder spezielle Informationen zu finden.

Für die Nutzer ist es schwieriger Ihr Ziel auszuführen, wenn Sie irrelevante Elemente in Ihre Design hinzufügen, welche keine Funktion haben.

Aus der Sicht der Usability- und UX-Perspektive ist Einfachheit Ihr bester Freund. Jedoch ist es nicht nur für den Betrachter einfacher sich zu Recht zu finden, sondern auch für die Technik wichtig. Durch ein klares und einfaches Design nimmt die Ladezeit ab, was einerseits für die Suchmaschinenoptimierung gut ist und andererseits auch für den Nutzer von Vorteil ist. Gerade wenn er die Seite mobil aufruft.

Farben

Benutzen Sie nicht zu viele Farben in Ihrem Design. Machen Sie sich eine klare Farbpalette mit ca. 3 Farben.

Schriftarten

Auch bei den Schriftarten gilt, dass Sie maximal 3 verschiedene benutzen sollten. Auch die unterschiedlichen Größen sollten auf maximal 3 begrenzt sein.

Grafiken

Verwenden Sie nur Grafiken, wenn Sie damit dem Nutzer noch einmal etwas verdeutlichen möchten. Unwillkürliches Platzieren von Grafiken macht es für den Besucher Ihrer Webseite nur schwieriger sich zurecht zu finden.

2. Visuelle Hierarchie

Die Einfachheit wird dicht gefolgt von der visuellen Hierarchie. Hier geht es um das organisieren der Elemente, sodass Ihre Besucher durch die wichtigsten Dinge als erstes scrollen.

Vergessen Sie nicht, dass das Ziel einer optimierten Usability und UX ist, dass Sie den Nutzer zu einer gewünschten Aktion hinleiten. Jedoch in einer Art und Weise, welche natürlich und entspannt verläuft.

Durch das justieren von verschiedenen Zahnrädern, wie die Position, Farbe oder Größe, können Sie die Benutzer automatisch dazu verleiten, dass Sie die für Sie wichtigsten Komponenten Ihrer Webseite als erstes betrachten.

An der Startseite des Musik-Streaming-Dienstes Spotify sehen Sie, dass die Handlungsaufforderung (engl. Call-To-Action) „Spotify Gratis Laden“ direkt ins Auge fällt und somit auf der visuellen Hierarchie steht.

Warum? Es ist links auf der Seite angeordnet (die meisten Besucher schauen eine Webseite von links nach rechts an). Zudem setzt es sich mit dem Blauton vom Hintergrund und allen anderen Elementen ab, sodass es sofort auffällt.

Spotify.com/de Webdesign

3. Navigation

Eine intuitive Navigation auf Ihrer Webseite ist ein Muss, damit sich Nutzer das finden, wonach Sie suchen. Ideal wäre es, wenn ein neuer Besucher die Seite betritt und nicht exzessiv nachdenken muss, worauf er jetzt als nächstes klickt. Von Punkt A nach Punkt B zu kommen, sollte so schmerzfrei wie nur möglich sein.

Hier sind ein paar Tipps, wie Sie Ihre Seitennavigation optimieren können:

  • Halten Sie die Struktur Ihres Hauptmenüs einfach (und nah am oberen Rand der Seite)
  • Fügen Sie im Fußbereich ebenfalls eine Navigation ein
  • Benutzen Sie eine Breadcrumb-Navigation (nicht auf der Startseite), um den Menschen Ihren Weg bewusst zu machen
  • Binden Sie eine Suchfunktion ein, damit Besucher nach Keywords suchen können
  • Bieten Sie nicht zu viele Navigationsoptionen auf einer Seite an
  • Wenn Sie ein Untermenü haben, dann gehen Sie nie weiter als drei Level

Ein weiterer Hinweis: Wenn Sie einmal festgesetzt haben, wo die Navigation ist, dann behalten Sie diese Position auch auf jeder weiteren Seite bei und wechseln Sie nicht die Beschriftungen.

4. Konsistenz

Nicht nur die Navigation Ihrer Webseite sollte konsistent sein, sondern der komplette Look sollte über alle Seiten beibehalten werden. Hintergründe, die Farbpalette, Schriftarten und sogar der Stil Ihres Inhaltes.

Das hat einen sehr positiven Einfluss auf die Bedienung und die UX, da sich der Besucher nicht ständig neu reinfinden muss in das Design.

Dies heißt aber nicht, dass Sie immer das gleiche Layout haben sollten. Stattdessen sollten Sie verschiedene Aufbaumöglichkeiten für spezifische Seiten haben, wie zum Beispiel Blogartikel, Landingpages und so weiter. Wenn Sie diese Layouts konsistent beibehalten, dann wird Ihr Besucher schneller verstehen, was er auf der jeweiligen Seite erwarten kann.

Airbnb hat in seinem Hilfe-Center beispielsweise immer das gleiche Layout. Stellen Sie sich einmal vor, dass hier jedesmal ein anderer Seitenaufbau wäre, wenn man auf einen Hilfeartikel klickt. Nicht nur, dass es für Sie ein großer Aufwand wäre, immer ein neues Layout zu basteln – Ihre Nutzer wären auch sehr verwundert und würden die Seite vermutlich schnell wieder verlassen.

Airbnb.de Hilfe-Center Webdesign

5. Zugänglichkeit

Mit dem über 500 Seiten langen Report „Digital in 2016“ von We are Social wird aufgezeigt, dass ca. 3,79 Milliarden Nutzer (=51%) durch mobile Endgeräte ins Internet gehen. Sprich, wenn Sie eine gute User Experience haben möchten, dann sollte Ihre Webseite mit den verschiedenen Endgeräten (sowie Betriebssysteme und Browser) kompatibel sein und richtig angezeigt werden.

Bei einem hohen Level an Anspruch sollten Sie eine Webseiten-Struktur haben, welche sehr flexibel ist; also responsive. Mit einer solchen Seite passt sich der Inhalt automatisch an die Größe des vom Nutzer gewählten Gerät an.

Responsive Webdesign

6. Konventionalität

Es gibt bestimmte Dinge mit denen Internetnutzer über die Jahre besonders sicher geworden sind. Darunter fällt unter anderem:

  • Das Hauptmenü ist oben oder links auf der Seite
  • Das Logo ist oben links oder oben mittig platziert
  • Das Logo ist anklickbar und führt einen direkt auf die Startseite
  • Links ändern die Farbe, wenn man mit der Maus drüberfährt

Diese Konventionen sollten Sie nicht einfach über Bord werfen, damit Sie denken, dass Sie einzigartig sind; das wäre ein Fehler. Um das bestmögliche aus der UX zu machen, sollten Sie Rücksicht darauf nehmen, womit sich Besucher auf anderen Webseiten schon vertraut fühlen.

Das wohl beste Beispiel ist dabei der „Einkaufswagen“ als Symbol auf einer E-Commerce-Seite. Oder die Lupe für eine Suchfunktion. Es gibt unzählige solcher Dinge. Halten Sie einfach die Augen offen, was sich auf verschiedenen Seiten im Internet wiederholt.

7. Glaubwürdigkeit

Damit Sie im Internet glaubwürdig wirken und eine gewissen Kredibilität aufbauen, ist es wichtig, dass Sie klare und ehrliche Aussagen treffen. Insbesondere über das Produkt oder die Dienstleistung, welche Sie auf Ihrer Webseite vertreiben.

Lassen Sie die Nutzer nicht in den tiefen Ihrer Seite lesen was Sie machen, sondern geben Sie gleich am Anfang Informationen preis, was Sie machen und was dies für einen Wert hat.

Ein super Tipp: Bieten Sie eine Preistabelle auf Ihrer Seite an, um potenziellen Kunden direkt zu zeigen mit welchen Kosten sie rechnen müssen.

Netflix Preistabelle

8. Benutzerzentriert

Am Ende des Tages hängt die Usability und die UX davon ab, welche Präferenzen Ihre Zielgruppe hat.

Darauf sollten Sie sich einstellen!

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